Possi's Maschinen - eine Historie

V 2.1.3 vom 28.02.96 letzter Update 20.05.2012 ©1996


Kaufjahr - Maschine - Baujahr - Spezifikation - (Kommentar)


Meine HPN-BMW

Die HPN-BMW, meine Fernreisemaschine, entstand in zahlreichen Winterwochenenden 1989/90 im Wohnzimmer unserer damaligen 2-Zimmer-Wohnung in München. Den speziellen Rahmen, der bei der 84er Paris-Dakar als Ersatzteil im Lkw mit dabei war, konnte ich zufällig billig erwerben. Die Firma HPN in Seibersdorf (Tel. 08571 5300) war damals als hochspezialisierter Kleinbetrieb von BMW beauftragt, die Rallymaschinen aufzubauen. Ich besuchte die Firma, und siehe da, es herrschte auch 1989 noch geschäftiges Treiben, viel Arbeit und viele Privatfahrer halten den Laden am Leben. Nach der sehr ausgedehnten und freundlichen Beratung durch die Chefs Pepperl und Halbfeld war mit klar, daß das genau das Gerät wäre, das ich haben muß: extrem hochbeinig (Original-Rallygabel von Marzocci vorn, WP-Federbeine hinten, je 30 cm Federweg), voll geländetauglich, bärenstark und bequem, und trotzdem kompatibel zu der in Supportdingen so bewährten Marke BMW.

Das Gerät hat sich inzwischen äußerst bewährt, es sind mittlerweile (Stand Mai 99) über 206.000 km am Tacho (Stand Anfang 2010: 321.000 km). Seit etwa km-Stand 100.000 ist der Serien-Motor von HPN stark verbessert worden, z.B. mit 1043ccm Zylindervolumen, größerem Nockenhub, schmalerer Zylinderbaubreite und konischer Panzerölwanne.

Ich hatte etwa bei km Stand 150.000 einen schweren Motorschaden, der auf einen Ventilabriss bei Autobahnvollgas zurückzuführen war (dabei gingen leider auch die teuren Spezial-Zylinder und -Kolben kaputt). Die Ventilführung war bereits zu weit verschlissen, was insbesondere durch häufiges Tanken von bleifreiem Benzin gefördert wird. Daher mein Rat: Zylinderköpfe alle 40.000 Kilometer runternehmen und Ventilführungen ersetzen lassen, das ist eine preiswerte Sache.

Seit dieser Motorinstandsetzung fahre ich übrigens mit einer Kallenbach-Doppelzündanlage, mit der ich sehr zufrieden bin. Es ist nicht nur spürbar mehr Drehmoment unten und geringfügig mehr Spitzenleistung vorhanden, insbesondere der Spritverbrauch hat sich in Verbindung mit der dabei möglichen Optimierung des Zündzeitpunkts deutlich vermindert. Die Reichweite ist duch die Umrüstung um rund 150 km angestiegen. Es ist, als hätte man gratis und gewichtslos knapp 10 Liter Sprit mehr dabei!

Das umfangreiche Cockpit meiner HPN ist natürlich nicht von HPN, sondern aus diversen Teilen und Instrumenten verschiedener BMW-Modelle von mir selber "designt" und gebaut worden. Das Cockpit ist auf meiner GPS-Seite zu sehen. Die technischen Daten sind auf einer extra Seite untergebracht.


Wie alles anfing ...


Eines Tages erhielt ich von einer interessierten Surferin auf meinen Seiten folgende Email:

ES: Was ich eigentlich wissen wollte: Wann und wie hast Du angefangen mit
ES: Motorradfahren?

Hmmm, ob ich das erzählen soll?

Ich konnte mal die XT250 des Freundes meiner Schwester probieren (das war der Kameramann von "Die unendliche Geschichte" und "Das Boot", er hat die Maschine von Yamaha geschenkt bekommen weil er sie in dem Film zum Film ("The making of") immer benutzt hat) und dann habe ich mir dann gleich vor lauter Begeisterung - ohne den Motorradführerschein zu haben- eine 250er Kawa Enduro gekauft. Nachdem ich im ersten Regen gleich am Zebrastreifen beim Verbremsen auf die Nase gefallen bin (die Fußgänger konnten noch wegspringen und mir ist ausser zerissen Hosen auch nix passiert), habe ich mir gedacht, daß es vielleicht besser sei, meinen Autoführerschein nicht weiter zu gefährden und hab den Motorradführerschein nachgemacht. Der Fahrlehrer hat etwas komisch geschaut, weil ich immer auf der eigenen Maschine zur Fahrstunde kam, hat aber sich nicht getraut, was zu sagen. Naja, das ist fast 20 Jahre her ...


Die 350er Enfield Bullet. Seit Jahrzehnten unverändert in Madras gebaut und meist kaputt laut Besitzer
(auf meiner Indienreise 1987 fotografiert).


Calangute Beach, 50 km Sandstrand in Goa.