Ostgrönland Segeltour 2024


Unsere kleine Gruppe von Fotobegeisterten startete diese Reise in Reykjavik, in jener nordischen Stadt, die selbst wie ein Vorposten der Zivilisation wirkt – der letzte vertraute Ort vor der Weite der Arktis. Draußen über dem Nordatlantik lag der Weg nach Ost-Grönland, jener abgeschiedenen Küste, an der das Licht anders scheint: klarer, härter, beinahe urzeitlich. Schon beim Anflug auf Kulusuk schien die Welt zu zerbrechen – in ein Mosaik aus Eis, Wasser und kahlen Bergen, auf denen das Land wie die nackte Erde selbst hervortritt, unberührt und still. Grönland ist mehr als eine Insel; es ist ein Kontinent im Zwielicht. Über achtzig Prozent seiner Fläche liegen unter Eis begraben, einem frostigen Archiv aus Jahrtausenden, das Geschichten von Klima, Wind und Leben erzählt. Doch im Osten, wo der Eisschild ans Meer stößt, öffnet sich der weltgrößte Fjord Scoresby Sund – tiefe, scharfe Einschnitte, von Gletschern geschliffen, gefüllt mit grünlichblauem Schmelzwasser und durchzogen von monumental treibenden Eisbergen. Genau hier beginnt unsere Fahrt mit der Segelyacht Vera, einem kleinen weißen Schiff, das in dieser unermesslichen Szenerie kaum größer wirkt als ein Stück Treibeis. Mit einem sehr erfahrenem nordischem Kapitän.


Am ersten Tag empfing uns die raue Seite des Nordens. Kalter Regen und Wind von der Inselmitte her drückten graue Schleier in die Täler, und die Berge verschwanden im Nebel. Doch am zweiten Tag klarte der Himmel auf, und plötzlich stand die Welt in überirdischem Licht. Scharf zeichnete sich jede Linie des Fjords ab, jeder Felsen, jeder Eisberg. Das Wasser lag still, ein dunkler Spiegel, in dem sich gewaltige Granitwände und Schneefelder abbildeten. Die Landschaft wirkte uralt und dennoch jung – als wäre sie gerade erst aus der Tiefe des Planeten emporgehoben worden.
Tage vergingen in einem Rhythmus aus Wind und Stille, Sonne und ewigem Dämmern. Wir segelten tief in den Fjord hinein, vorbei an tosenden Wasserfällen, die schmale Eisflüsse aus den Bergen ins Meer ergossen. Häufig eroberten wir kleine Buchten, wo das Land nach Wildheit roch – nach Stein, Salz, Tang und Moos. Manchmal begegneten wir Robben, die neugierig zwischen Eisschollen auftauchten, oder sahen ferne Spuren von Moschusochsen am Ufer. In den klaren Nächten glühte der Himmel noch lange nach Sonnenuntergang; Dämmerung und Tag lösten sich nie ganz voneinander.
Grönland ist ein Ort des Maßstabsverlusts. Hier lernt man, wie klein das Menschliche ist – nicht als Demütigung, sondern als Befreiung. Zwischen den gläsernen Eisbergen, deren Flächen das Licht in unirdische Farben brechen, spürt man das Herz der Erde schlagen. Alles ist Bewegung: das Wasser, die Wolken, das Eis, auch das Licht selbst. Und trotzdem ruht in dieser Landschaft eine tiefe, archaische Stille, die stärker ist als Wind und Wellen.
Wenn man schließlich zurückblickt, versteht man, warum Grönland die Fantasie seit Jahrhunderten beflügelt: Es ist kein Ort, den man einfach bereist. Es ist ein Raum, der sich in das eigene Bewusstsein einschreibt – wie Gravuren im Gestein des Fjords. Unsere Tage auf der Vera waren kurz, wetterwendisch und klar. Doch sie öffneten den Blick auf eine Welt, die zugleich uralt und immer neu bleibt – ein Gleichgewicht aus Eis, Meer und Licht, das man nur im hohen Norden findet. Die Reise endet in Ittoqqortoormiit, einem der abgeschiedensten Orte der Welt, bevor es wieder zurück geht.
Als Kamera hatte ich die Sony A1 dabei. Diese geniale Kamera hat den fantastischen Sony 50 Mpix stacked Sensor und einen schnellen AI-Autofokus. Dazu als Optiken das leichte Sony FE20-70mm f4 G, das Sony FE70-200mm f2.8 GM sowie das superleichte Tele Sigma 500mm f5.6 DG DN. Für den schnellen Zugriff war diese Ausrüstung zusammen mit der Minidrohne in einem kleinen Fotorucksack ThinkTank Streetwalker Pro V2.0 verstaut. Mit dieser DJI Mini 3 Pro bin ich an verschiedenen Stellen geflogen und konnte einige sehr schöne Aufnahmen machen. Entwickelt wurden die Aufnahmen in Lightroom V15.01 mit vereinzelter Unterstützung der generativen AI "Firefly" in Adobe Photoshop und Gigapixel AI von Topaz.
Es folgen die 408 Aufnahmen, die ich ausgewählt habe. Mit einem Click auf das Bild öffnet sich eine 1500 Pixel breite Aufnahme mit den technischen Daten. Mit den Pfeilen unten kann man auf die nächste Seite blättern.
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