Possi's Kreta-Tour 1990

V 1.0.5 vom 17.10.96, letztes Update 09.09.04 ©1996


Die 9-Tage-Kreta-Tour habe ich kurzentschlossen in der letzten Woche vor Antritt meiner neuen Stelle in Passau gemacht, es war Ende September 1990. Ein last Minute-Flug nach Kreta für nur 299 Mark brachte meine Freundin und mich dort hin, wir mieteten uns eine fast neue XT600. Eine ziemlich schlecht gefederte Kiste mit schlechter Sitzbank, aber das ist leider Serie bei dieser neueren Modellreihe. Ansonsten war die Maschine aber zuverlässig, alle Schalter und Hebel funktionierten einwandfrei. Wir haben eine schöne Rundreise um die Insel gemacht und sind offroad über Eselswege über die Berge und durch die Schluchten gefahren. Gepäck haben wir ausser Helmen, Stiefeln und Jacken sehr wenig dabei gehabt für uns zwei, alles paßte in einen einen schmalen Enduro-Tankrucksack und kleinen Rucksack, den wir auf dem mickerigen Original-Gepäckträger auf dem hinteren Schmutzfänger festbanden, weil meine Sozia ihn nicht anziehen wollte. Alle Hotels waren fast leer und freuten sich über die Nachsaison-Kunden. Diese Übernachtungen waren preiswert, das Essen richtig urig-griechisch. Im Herbst herrscht windiges, meist sonniges Wetter mit Tagestemperaturen zwischen 15 und 25 Grad, recht angenehm. Zum Baden war es mir schon zu kalt, einige unermüdliche Sonnenanbeter an den Stränden konnten es dennoch nicht lassen. Hier Achim Lerchs Kreta-Bericht.


Hier noch ein paar Fotos:

Unsere Mietmaschine. Selbst in der Nebensaison war eine Enduro mit einem brauchbaren Hubraum nur schwer aufzutreiben. Wir zahlten etwa 60 Mark am Tag dafür, Hauptsaison kostet etwa das Doppelte. Die Maschine hatte nur 1500 km runter.


Immer wieder liebenswert ist der Charme der Bergdörfer, die nicht auf Touristenrouten liegen.


Ganz im Osten (Vai) gibt es einen Palmenstrand, die einzigen Palmen auf der Insel, in allen Werbeprospekten zu sehen, und absolut lächerlich im Vergleich zu einem richtigen Tropenstrand mit über dem Meer schwingenden echten Kokospalmen.


Die Südküste bietet zerklüftete, z.T. schwarze Sandstrände.


Ag. Nikalaos mit seinem netten Fischerhafen.


Kritsa und über eine Schotterstraße die Ruinenstadt Lato sind recht sehenswert.


Abendstimmung in Sitia, der Duft von gegrillten Kalamares streicht durch die Stadt.


Idi Oros, das höchste Gebirge, läd ein zu netten Schottertouren. Z.T. allerdings auch recht herb. Oben, wo es auch ein rudimetäres Schi-Gebiet gibt (das gerade im Entstehen war, als wir kamen) war es schon recht kalt (knapp 2000m hoch).


Man nimmt sich Zeit und Ruhe, zu Reden, zu Schauen und zu Genießen. Machen wir daheim was falsch?


Schotterwege gibts überall. Man muß nur Karten lesen können. Zur Not reicht schon ein gutes Gefühl für die richtige Richtung!


Der berühmte Palast von Knossos. Auch wer Kulturbeschau immer aus dem Weg geht, sollte ihn sich ansehen, viele Malereien und Mosaiken sind zu sehen in ordentlichem Erhaltungszustand. Keine Angst, die Ausgrabungsfelder sind nicht besonders groß.


Abschiedstag am Hafen von Herakleion, wo der Flugplatz liegt. Das Abendlicht macht eine zauberhafte Stimmung - 10 Jahre war ich nicht mehr in Griechenland gewesen.

Hier gehts weiter: weitere Bilder.

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